Was sagt ein Diablo 2-Entwickler zu Diablo 3?

Geschrieben von Lita am 09.07.2008 um 09:30
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Die Spielebranche ist ja bekanntlichermaßen eine der schnelllebigsten, deshalb sind mittlerweile auch kaum noch ehemalige Diablo 2-Entwickler in den aktuellen Entwicklungsteams für Diablo 3. Der erste und zweite Teil der beliebten Reihe wurde noch von Blizzard North bearbeitet, wo auch mit dem dritten Teil begonnen wurde. Doch dann kam es zur Auflösung und die dortigen Mitarbeiter mussten sich neue Aufgabenfelder suchen. Einige von ihnen kamen bei Flagship unter und arbeiteten mit an Hellgate: London. Die Kollegen von diii.net haben jedoch den Kontakt zu einem der damaligen Diabo 2-Entwicklern geknüpft und ihm einige Fragen zu seiner Wahrnehmung von Diablo 3 gestellt. Sein Name ist Ben Boos und er war maßgeblich künstlerisch an der Gestaltung des Interfaces, der Item und der Umgebung von Diablo 2 beteiligt. Er stammt aus Kalifornien und lebt auch dort. Im September wird sein erstes Buch, Swords: An Artist's Devotion, erscheine, in dem er sich mit Schwertern und ihrer Geschichte auseinandersetzt. Zu diesem Bereich seiner Arbeit findet man auch eine Menge Informationen in seinem persönlichen Blog.

Doch zurück zu Diablo und Bens Meinung zur Ankündigung des Spiels und dem Material das seit der WWI in aller Munde ist. Ben Boos hat wahrscheinlich einen noch direkteren Vergleich als wir alle zu den Veränderungen die in der Entwicklung zwischen dem zweiten und dritten Teil von Diablo vor sich gegangen sind und äußert sich sehr positiv über das, was man zu sehen bekam. Er hob besonders hervor, wie "schön" alles im Spiel jetzt aussehe und dass er es wirklich bemerkenswert findet, wie Blizzard es geschafft habe das Geheimnis um die Ankündigung so lange zu bewahren. Im Zusammenhang mit der Ankündigung und dem darum entstandenen Hype wurde in ihn viele Erinnerungen an die Zeit bei Blizzard North wach. Im Spiel selbst habe ihn die zerstörbare Umgebung schon sehr beeindruckt, da es etwas völlig Neues im Vergleich darstelle. Interessant sind seine Ausführung zum heiß diskutierten Thema Farben und Stimmung. Er blickt dabei zurück auf Diablo 1, das er selbst als sehr düster empfunden habe. Dann kam Diablo 2 und die grünen Areale im ersten Akt, sowie die hellen Wüstengebiete im zweiten Akt, ließen ihn zweifeln, dass das gute alte düstere Spielgefühl aus dem ersten Teil wieder aufkommen könne. Doch durch die Balance aus helleren und dunkleren Umgebungen konnte in Diablo 2 die richtige Stimmung und Atmosphäre erzeugt und transportiert werden. Nun habe man einige wenige Eindrücke aus dem dritten Ableger der Reihe bekommen und seiner Meinung nach, ist es nicht möglich daraus Schlüsse auf die Gesamtwirkung des Spiels zu ziehen.

Weiterhin gefalle es ihm, dass einige altbekannte Gesichter im Spiel wieder zu sehen sein würden, denn er könne sich ein Diablo-Spiel ohne Deckard Cain überhaupt nicht vorstellen. Sicher müssten bei einem neuen Teil auch neue Elemente auftauchen, denn es findet in einem gewissen Maße eine Evolution statt. Seiner Meinung nach sollte diese jedoch relativ subtil ablaufen und sich in neuen Monstern, Gegenden und Items äußern, sowie natürlich einer besseren Grafik. Zu viele Neuerungen könnten unter Umständen negativ auf das eigentliche Erfolgsrezept wirken. Ein Bereich ist seiner Meinung nach die größere Betonung der Story innerhalb des Gameplays. Das können unter Umständen einige Spieler abstoßen, denn er selbst sei eher ein Typ, der es befürworte lange Dialoge wegklicken zu können und die wichtigsten Eckdaten im Questlogbuch zu finden. Zu viel "Gelaber" kann auch störend sein,wenn das Ziel in dem Moment eigentlich eine möglichst große Itemausbeute ist.

Abschließend sprach er noch kurz über seine Gefühle bezüglich der Entwicklung, die er ein Stück weit begleitet habe und an der er nun nicht mehr beteiligt sei. Er habe viele gute Erinnerungen an die Zeit, freue sich aber nun darauf bereit zu sein Diablo 3 als Fan genießen zu können.


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