Eine kleine Diablo 3 Story *Remake*

Alles was mit der Diablo Story zu tun hat, gehört hier rein. Dazu gehören auch Diskussionen über alle Helden und Bösewichten.
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Soulbutcher
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Eine kleine Diablo 3 Story *Remake*

Beitrag von Soulbutcher » 12.06.2009, 11:27

Ich Grüße Euch werte Waffenbrüder,

nach meiner letzten Geschichte, habe ich sehr viel Lob eingefahren, und die Leserschaft wollte mehr, hier nun meine Langfassung unserer Entstehungsgeschichte.

Für Lob und Kritik bin ich immer offen!


Tristram war einst ein verschlafenes, harmonisches und friedliebendes Döšrfchen in Mitten Sanktuarios. Angst und Tod, Sklaverei und Missgunst, Tod und Verderben, schienen einst ferner als jedes Auge häŠtte blicken kšönnen, wusste doch niemand, dass aus dem fruchtbarem, heiligen Land am Fuß des Berges Arreats, die Saat des Böšsens lag und sich an unseren Leid nŠährte und plöštzlich unsere TrŠäume heimsuchte, unsere Seelen schwŠärzte, unseren Willen zerbrach. Zeichen! Zeichen gab es genug Fremder!

Keiner bemerke die Vorboten des Chaos, das verschwundene Gasthausschild des Tavernenbesitzers Odgen, zudem der vergiftete Brunnen, welcher Anfangs sŸüß wie Honig unseren Gaumen verzŸückte, und wir blind schlemmten ohne darüŸber nachzudenken, schließlich das Verschwinden einiger Dorfbewohner. Schreie aus den alten Katakomben unter unseren HŠäusern stahl uns den letzten Schimmer von Friedseligkeit - bis es dann zu spŠät war zu handeln!

Die Saat des Böšsen, eingenistet im Labyrinth der Katakomben, getrieben von der Macht des Einen, auf der Suche nach unschuldigen Seelen und deren Fleisch, ohne Furcht, ohne Erbarmen, ohne jeglichem Funken Menschlichkeit, wartend bis Sie gestärkt aufsteigen kann.

Einziger Zeuge der herrannahenden Schreckensarmee war des Hufschmieds Sohn Wirret. Er wurde in der Kathedrale gerettet als DŠämonen ihn folterten und an seinen Gliedern nagten. Tapfere MäŠnner konnten seine kindlichen Schreie höšren und folgten Ihnen in die ewige Dunkelheit der Katakomben. Die MŠänner erschlugen einige DäŠmonen und entrissen ihnen das lebendige Kind, sein rechtes Bein musste er jedoch zurüŸck lassen.

Bei unserem Propheten, wir haben das Jungblut den Hšöllenqualen die Ihm bevorgestanden wŠären noch entzogen, dieser Rettungsversuch riss eine tiefe Wunde, unser Oberhaupt tauschte seine Seele, sein Fleisch, seine Kraft füŸr Ihn ein! GequŠält, gefoltert, misshandelt wurde er von den grausamsten Kreaturen, die nicht einmal ich mir in meinen finstersten TrŠäumen vorstellen köšnnte. Jede Sekunde der Erinnerung beengt mir den Busen, läŠsst mich nicht atmen - doch muss es gesagt werden. Nach wochenlangen Qualen und Benebelung durch Schattenmagie erhob sich aus unserem treuen Freund eine Gestalt ohne jeglichen Funken Menschlichkeit.

Blutbespritzt mit gewetzten ZŠähnen, zog er füŸr den dunklen FüŸrsten gegen Tristram und hackte jede Seele, ob Mensch ob Tier, in StüŸcke und nahm diese mit in seine Kammer des Schreckens. Mit Haupt und Eingeweide schmüŸckte er sein Kellergewšölbe, Blut anstelle von Farbe, Exkremente und Schweiß waren sein Veilchenduft. Herr! Einst dein treuer Diener, nun ein Werkzeug des Schreckens!

Fortan trug er den Titel "The Butcher". Hier, am Ort des jŸüngsten Tages, an dem sich Diablo erstmals versucht hat zu stŠärken und gegen die Freien Menschen und GefŠährten von Sanktuario aufzusteigen, wollen wir BrŸüder, Schwestern und Sšöhne, diesen Mann, welcher sein Leben füŸr die Freiheit eines jungen, lieblichen Kindes hingegeben hatte ehren!

Seine Taten sind ihm vergeben, denn er handelte nicht als freier Mensch, sondern als Marionette des dunklen FŸürsten. Unser Banner soll dies verküŸnden! Wir rŠächen unseren AnfŸührer, unseren ŠÄltesten, unseren Waffenbruder. Ruft zu den Waffen! Unser heiliges Land blutete, wurde ausgesaugt und als trostlose HüŸlle zurüŸckgelassen. Ein Ort der Schatten, kein Gott, kein Licht. Doch wir leben! Diablo wurde in der letzten blutigen Schlacht besiegt und der Butcher geläutert. HŠäuser wieder aufgebaut, der Wall verstŠärkt, BrüŸder gewonnen.

Wir schworen bei unserem Blut, jeden Tropfen zu lassen um Diablo fŸür immer zu besiegen! Doch wir wurden verraten! Einer unter uns nahm sich ein Teil von ihm und schnellte westwŠärts in Richtung der Amazonen. SpäŠher berichteten einen dunklen Wanderer entdeckt zu haben, doch kein Pferd der Welt konnte ihn einholen. Hört meine Brüder, hier, wie wir uns versammelt haben, an der Gedenkstätte unserer damaligen Oberhaupts, die Geschichte über Diablo und seinem Untergang, lauscht genau, ich werde sie nur einmal aussprechen, mehr Zeit haben wir nicht!

Als wir aufbrachen, vereint unter unserem Banner, eilend um zu warnen, war es schon zu späŠt. Im Reich der vollbusigen Amazonen angekommen wussten wir, Diablo war uns einen Schritt voraus! Nacht um Nacht kŠämpften wir uns durch das Grasland und beendeten die Belagerung des Lagers der JŠägerinnen. Hier erfuhren wir, dass wir nicht die ersten Ankšömmlinge aus Tristram waren. Auch nicht der dunkle Wanderer, ein alter Bekannter und Freund Deckard Cain. Die Amazonen geleiteten uns in das Feld der Steine und zeigten auf einen alten, runenverzierten Steinkreis, hier šöffneten wir ein uraltes Portal, dass uns direkt nach Tristram brachte. GüŸtiger Herr! Unser Dorf liegt in Schutt und Asche, diese verfluchten Missgeburten mŸüssen Deckard Cain durch das Portal gefolgt sein! Kinder erschlagen, Frauen missbraucht, MäŠnner skalpiert, rot in rot stach es mir bei der untergehenden Sonne direkt ins Auge und Herz. Schwerterhoben stŸürzten wir uns auf einige DäŠmonen, Schwung um Schwung schlug ich mir die Wut, das Leid, die Trauer aus der Seele. Ich traute meinen Augen nicht, als wir am Dorfplatz den alten Deckard in einem HolzkŠäfig aufgehnägt bei dem Brunnen fanden. Er lebte noch! Er wurde von den hšöchsten Kriegsberatern von Diablo verhöšrt, bei dieser Befragung konnte sich Deckard die Vorgehensweise und PläŠne des Feindes erahnen.

Teil 1

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Soulbutcher
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Beitrag von Soulbutcher » 12.06.2009, 11:28

Teil 2

Mit seinem Wissen und unserer StŠärke zogen wir ostwäŠrts, viele Amazonen teilten ihre Bšögen mit uns. Wir werden sie brauchen köšnnen! Diese derben Weiber sind wahre †ÜberlebensküŸnstler, ohne ihnen wŠären wir alle kläŠglich, einsam, verloren gewesen in den Schlingen des ewigen Sands.

OstwŠärts, immer ostwäŠrts nach Lut Gholein fŸührte uns Deckard, jeder Gedanke daran treibt literweise Schweiß durch jede einzelne DrüŸse, durch jede einzelne Pore meines Kšörpers. Sand und Sonne rafften uns nieder, so wenige kamen an. Kšöniglichen Empfang bereitete uns Jeryhn, nicht mit Freuden und Wasser, wohl eher mit Klagen und Furcht. Seine Stadt sei verflucht, die Toten, die Toten leben, wandeln, düŸrsten nach neuen Knochen. Ich dachte er sei verrüŸckt, bis meine Augen den kalten Atem der Knochengerippte spŸürte, welche Magie vermag so ein Chaos? Reißend, hackend, schmetternd schlachteten wir den Weg frei, da stand der Schrecken von Lut Gholein - Radament - eine leere HüŸlle des Schreckens, sein Atem Šätzend, seine dunklen Gebete fleischverfaulend, seine Rufe totenweckend. Unser Wille war stŠärker!

Sein Kopf schmüŸckt nun das Gasthaus der Stadt. In seiner Schatzkammer fanden wir GoldschŠätze, Edelsteine, Juwelen und ein unbezahlbaren Dokument, es weißt uns den Weg des Schicksals, ein RŠätsel des Todes. Alte Artefakte aus weit vergangener Zeit. In jedem Zeichen stecken einhundert Lebensalter eines Menschen, gefŸüllt mit reinem Wissen, geballt mit Magie. Die Schriftrolle führte uns an unglaubliche Orte, jenseits menschlicher Vorstellungskraft, durch ein endloses Labyrinth aus Treppen, Stufen und bodenlosen Abgründen. Wie aus Geisterhand führte uns die Schriftrolle zum Ziel und öffnete ein Portal in den ewigen Sand. Nach all diesen Strapazen begann die Spurensuche nach dem Grab des Wissens.

Sein Wächter würde uns den Weg auf Diablos Fährten weisen können. Als wir ihm gegenüberstanden verstummte die Welt, erst als sein Schwertarm einen Mann neben mir aufspießte und mit geballter Wucht gegen die Wand schmetterte, kam ich zu mir. So kalt! Mein Atem stockte, meine Beine schlotterten, mein Herz schlug langsamer, unvorstellbare Kälte ereilte mich, als Duriel mich anstarrte. Wie gelähmt sah ich ihn anstürmen, kurz bevor mich sein Schwertarm zerschmettert hätte bekam ich einen harten Stoß und schliff einige Meter am Boden entlang. Deckard hatte mich gerettet! Sein Wanderstab glühte hell auf und sog mir die Kälte aus den Knochen, bei den Göttern ich fühle mich wie neu geboren! Ich griff zu meinem Schwert, zog es, fühlte die ströhmende Energie – auf einmal blitzte die Klinge grell auf und fing Feuer. Danke edle Magierin, bei Ihrem ableben gab sie meiner Klinge die letzte Ehre, nun lastet eine ehrenvolle Last auf mir, ich muss jenen mit dieser Klinge töten, um die Ehre der Magierien herzustellen damit sie diese Welt verlassen kann, sonst irrt sie auf Ewigkeit.

Ich stieß einen ewig hallenden Kriegsschrei aus und sprang dem herannahendem Koloss mutig entgegen. Mit flammender Faust streckte ich ihn mit zahlreichen Hieben nieder, als Andenken brannte ich sein Horn heraus und übergab es Jerhyn, der zu Ehren unserer gefallenen Schwester einen Altar errichtete. Nun führte uns Atma mit dem Wissen des Wächters auf einen neuen Weg. Meschif, der Hafenmeister schaute grimmig als ich ihm die Wegkarte übergab, er selbst war nach dem Großen Krieg auf keinem Schiff mehr, doch zuckte er nur kurz und geleitete uns auf sein Achterdeck. Jetzt wissen wir auch, wieso er seinen Schwur nach dem Großen Krieg gebrochen hat und die Reise antrat. Niemand kannte den Weg, jene die ihn befahren haben, konnten nicht davon berichten, es gab keine Menschenseele die es je geschafft hat zurückzukehren. Sauerkraut, wie ich es hasse! Drei Monate, Drei mal am Tag und kein Fleisch, ausgehungert, vernebelt, zurückgelassen irrten wir durch dunkles Gewässer.

Der modernde Geruch von Aas, mit einer Note eiternder Innereien verzückte Tag für meine Nase! Kann ich meinen Augen trauen? Der Dunst, an machen Stellen schwach, ließ weiche Lichtstrahlen an mein Auge treten, eine Flamme, heller als die Morgensonne wärmten mein Gesicht. Wir haben es geschafft! Die legendären Hafenfackeln von Kurast wiesen uns den Weg, ließen die Dunstwolken verschwinden. Der älteste des Rates, Ormus empfing uns an den Stegen. Er sah uns kommen und zögerte nicht mit seiner Botschaft, die Stadt ist in Gefahr und nur der Eine – der den Schwertarm gespührt hat kann dieses Übel aufhalten.

So sei es! Wir griffen zu den Waffen, ohne zu wissen was gleich passieren würde, dann trat Stille ein. Keine Armee welche herannaht? Ein zweites Mal fragte ich Ormus wo nun die Bedrohung stand? Ich folge ihm auf die oberste Spitze des heiligen Turms, Ormus sagte kein Wort und zeige mit starrer Bewegung hinaus auf den Sumpf. Nun konnte ich es deuten, die Bedrohnung musste erst gefunden werden, wenn sie herrannaht ist es zu spät. Hüfttief wateten wir durch Morast und Schleim, auf der Suche nach den Relikten von Khalim. Gegen fleischfressende Spinnen behaupteten wir uns und nahmen sein erstes Vermächtnis mit uns, sein Gehirn, Herz und Auge erkämpften wir uns bei den kleinwüchsigen Kannibalen und im Labyrinth unter Kurast, dem Abwassersystem. Nun galt es den hohen Rat zu besiegen – verkrüppelte Gestalten, getrieben von Bosheit, verderben jene die ihnen den Weg kreuzen. Ich kreuzigte Sie an Ihrem Altar und vereinte Khalims Willen und zerstörte die hypnothische Kugel, öffnete somit die Katakomben zu unserem vorbestimmten Ziel. Alte Geschichten erzählten viel über Mephisto, ich glaubte nie, dass es ihn geben würde, doch hier wurde ich Zeuge und mein Glaube kehrte zurück. Als wir einen Fluss aus Blut überquerten, getränkt vom Blut Abertausenden Menschen stand er uns gegenüber. Wieder stand die Zeit still, kalt wurde es mir nicht, mein Atem stockte, die Kehle brannte, die Augen tränten. Ein Schleier aus Gift ummantelte uns, zieht in unsere Lungen ein, rafft uns dahin. Tausende Kilometer waren wir gewandelt, nun ist es wohl das Ende, ein langsamer qualvoller Tod ohne Ruhm ereilt uns. Ich traue meinen Augen nicht! Gift, süßes Gift ströhmt durch meine Adern, löscht den Brand in meinem Busen, gibt mir enorme Kraft. Der graue Schleier in meiner Sicht legt sich.

Mein Hals schmerzte, es steckte ein Blasrohrpfeil einer mitgereisten Amazone in meiner Halsschlagader, getränkt mit der Essenz des Waldes, ein Antidot höchster Reinheit. Beflügelt durch den Waldgeist stürmte ich mit erhobener Lanze auf Mephisto zu, gewillt ihm die Eingeweide herauszureißen! Es traf mich wie ein Blitz, mein Lederharnisch rauchte, meine Haare waren verkohlt, meine Sicht schwach. Ich rappelte mich hoch und griff zum Schild eines gefallenen Eisenwolfs, schützte mich vor dem nächsten Blitz. Dieser prallte am magischen Schild des Söldners ab und wandte sich gegen seinen Zauberer. Hier war sie, meine Möglichkeit! Mein Dolch, niemals würde ich ohne meinem Dolch in die Schlacht ziehen, ich griff ihn und spurtete heran, sprang und verfehlte mein Ziel. Ein gigantischer Eisball berstete meine Knochen, am Boden liegend, zitternd, wehrlos, besiegt sah ich mein Ende kommen. Dieser Macht bin ich nicht gewachsen! Kein Mann ist dies! Diesen Satz hörte ich immer und immer wieder in den Erzählungen, ich hab seine Herkunkft geleugnet und wurde belehrt, so auch hier! Mit säuselnder Stimme kroch das Monster auf mich zu, um mir den Todesstoß zu geben.

Er lachte, riss die Arme hoch, Kälte umkam mich, er beschwor einen Kältesturm, Eiszapfen entstanden an den Gewölbedecken. Mit letzter Kraft erhob ich meine Faust, sag ihn an und schrie: „Der, der mir das Leben nimmt, verdammt seist du, wir sehen uns in der Hölle wieder!“, bevor ich den Satz beenden konnte, wirrte Mephisto umher, tobend schrie er aus voller Kehle. Sein Zauber war gebrochen, ich wusste nicht wie mir geschah. Mephisto sank zu Boden, aus seinem Rachen ragte eine eiserne Spitzte hervor. Kashya, noch nie war ich so froh eine weibliche Gestalt zu sehen. Ein Bild vollkommener Schönheit, zu viel Kraft für einen Moment, als sie mit aufgesetztem Fuß meinen Speer aus seinem blutbespritzten Kopf zieht. Ohne mit der Wimper zu zucken enthüllt sie ihr Bein, aus einer kleinen Ledertasche, mit Runen verziert holt sie einen Dolch. Sie kniet sich hin und ritzt ein Runenzeichen in die Stirn des Erlegten. Mit erhobener Hand rammt sie den Dolch in sein Herz, worauf der Dämon zusammenzuckt und einen ohrenbetäubenden Schrei herauswürgt, zudem quillt ein weißer Rauch aus seinem Maul und verflüchtigt sich in den Weiten des Gewölbes.

Noch im selben Augenblick beginnt der Körper zu versteinern, er bröckelt in kleine Splitter, unter diesen Splittern sah ich einen blauen Kristall. Mephistos Seelenstein. 20 freie Kämpfer waren in die Gewölbe aufgebrochen und zwei kehrten zurück. Mit dem zweiten hatte ich anschließend die berauschendste Nacht meines Lebens! Leider drängte die Zeit, mit ihr hätte ich an jedem Ort gelebt, auch in diesem trostlosem Sumpf. Schon am nächsten Morgen begleiteten wir Deckard hinab zu Mephistos Grabstätte und mit Hilfe des Seelensteins öffnete Cain ein uraltes Portal. Es wurde von den Seelen aus dem Fluss gehalten und gewährt nur für kurze Zeit einen Weg in Festung des Wahnsinns. Portale, ich werde mich nie daran gewöhnen können, jedes Mal presst es mir die Eingeweide zusammen, würgend, spuckend, nach Luft hächelnd kamen wir in der weißen Feste an. Prunkvolle Hallen, elegante Skulpturen, überwältigende Mauern, doch wo sind alle jene die es bewohnen? Ein verlassener Ort voller Glanz. Unsere Gemeinschaft durchsucht jede Halle, aber keine Menschenseele in ihr, doch fanden wir in der Schmiede einen Hinweis auf Leben. Ein gut gedeckter Tisch mit frischen Früchten schmückten die Tafel, jedoch nichts zu trinken. Wir setzten uns nieder und warteten. Nach einiger Zeit kam der Schmied Halbu und seine Frau Jamella. Sie erzählten uns, dass der Hohe Rat der Feste alle Leute evakuiert hat, da Diablo ganz in der nähe seine Feste errichtet hat, er jedoch wollte nicht wie ein Feigling fliehen und abwarten bis er an einem anderen Tag stirbt. Er führte uns zum gefallenen Wächter dieser Stadt, Tyrael, er klärte uns über die weitere Vorgehensweise auf und zeigte uns den Weg zum ersten Ziel, Izual. Schreckliche Gespenster und rießige Dämonen stellten sich uns in den Weg, doch jeder wurde mit der starken Faust des Ordens zerschlagen. Wir hissten unser Banner „The Butchers-Revenge“ - blutgetränkt mit Dämonenblut schwenkten wir es nach jedem Sieg. So machten wir rasch auf uns aufmerksam und Izual tappte in unsere Falle. Dieser Dämon wäre mit einem Schwert nicht zu erlegen gewesen, zu schnell seine Angriffe, zu groß seine Kraft. Ohne Rüstung, ohne Helm, stand ich ihm gegenüber und lockte ihn zu einem Leichenberg aus Dämonen.

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Soulbutcher
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Beitrag von Soulbutcher » 12.06.2009, 11:29

Teil 3

Kaschya, mein Engel, hatte zusammen mit Tyrael die List geschmiedet. Mit seiner halbgöttlichen Macht splitterte er nur Grassamen großen Splitter des Seelensteins ab, in ihm leben immer noch 10000 Seelen guter Menschen, gefangen im Schmerz der Sklaverei. Ein Blasrohrpfeil diente als Geschoss für den tödlichen Splitter. Izual bemerkte die List nicht, zu groß war sein Verlangen mir die Kehle zu durchtrennen, mein Blut zu trinken. Stärke, unendlichte Stärke bringt nichts, wenn kein Verstand es vermag diese zu lenken. Ein kleiner Pfeil, ein noch kleinerer Splitter dringen in den Nacken des Dämonen ein. Ein kurzer Ruck, er drehte sich um, brüllte, hob die Waffe, doch mehr geschah nicht. Dann verstummte das Wesen, es zitterte am ganzen Körper und seine Hülle erschlaffte, der wahre Geist Tyraels bündelte sich aus den heraustretenden Seelen des Splitters. Er war befreit, wies uns den Weg zu Diablos Feste, doch eine Aufgabe blieb uns nicht erspart. Wir mussten die Höllenschmiede aufsuchen! Der Hüter, Hephaisto soll der stärkste Untertan Diablo's sein, jedoch nicht gesegnet mit der Macht des Bösen, da er nicht reiner Rasse ist, er wurde gegen seinen Willen zu dieser Kreatur, daher muss er neue Seelen fangen und die Schmiede bewachen, sonst wäre er der Anführer der Legion des Chaos geworden. Wer war dieser Schmied im früheren Leben, vielleicht können wir ihn überzeugen gegen seinen Sklavenhalter zu handeln. Wir werden dies schon bald herausfinden! Wie weit würden wir gehen, nun stellt sich diese Frage, ein Weg in das Feuer, ein Abgrund der Glut, dort sollten wir hinein und dort standen wir nun. Der Weg zum Flammenfluss ist der einzige Weg zum Chaos Sanktarium und geradewegs zu Hephaisto. Wir ließen alles zurück bis auf unsere Schwerter und Bögen, zu heiß ist das Feuer, zu schwer die erhitzten Rüstungen.

Ein weiteres Male stellten wir uns den Dämonenfürsten und fleischfressenden Würmern, doch unsere Gemeinschaft war zu stark, sie konnten nicht gewinnen, noch nicht. Wir hatten keine Karte, keinen Wegweiser, keinen Kompass, hier am Scheideweg, an der Kreuzung des Flusses mussten wir entscheiden welchen Weg wir einschlagen würden. Gehen wir falsch, sind wir verloren, ohne dem zerstörten Seelenstein gibt es keinen Sieg. Drei Wegen waren es und einer der Richtige, wer darf diese Entscheidung treffen, kein Kampf, keine Muskelkraft, kein Ruhm war hierfür nötig, nur ein Wort liegt zwischen ewiger Verdammnis und der kleinen Chance zu bestehen. Jeder sollte einen Vorschlag einbringen wie wir verfahren, wenn wir sterben dann nicht am Urteil eines Einzigen! Als ich meinen Vorschlag abgab durchdringt mich ein Hauch von Frische, erquickend schnellt es meine Adern entlang. Es war der Seelenstein, eingehüllt in einem kleinen Säckchen, nahe meiner Hüfte, beim öffnen des Säckchens sah ich gebündeltes Licht aus der Öffnung austreten. So kühl, so belebend! Ich hatte mich geirrt, wir hatten einen Kompass. Je näher wir der Schmiede kommen, je besser unsere Entscheidungen fallen, desto größer wird die Aura des Stein. Meine Entscheidung war die Richtige, wir zogen westwärts am Fluss entlang. Staub und Asche pflasterten den Weg entlang der glühenden Lava bis hin zum Platz der Apokalypse. Ein angsteinflösender Ort! Doch der, der ihn bewacht ist es noch viel mehr! Bei den Seelen meiner Brüder, ich war dabei als unserer Oberhaupt gefallen ist, sah seine Brandmale, seine Kampfspuren, sein vernarbtes Gesicht, zugleich als ihm der Kopf abgetrennt wurde und die Überreste verbrannt wurden.

Ich blickte ihm geradewegs ins Gesicht, jedoch war es anders, sein Körper trug unser Zeichen, jeder freie Krieger von „The Butchers Revenge“ erhält es nach einer gewonnenen Schlacht, als Zeichen des Wohlwollens für die Gemeinschaft. Eine dumpfe, rostige Stimme dringt an mein Ohr, er stürmt nicht blindlings an, zunächst erfragt er unsere Namen und wer der Anführer sei. Er hörte solange zu bis ich sagte, dass wir Menschen des freien Ordens von Tristram sind, danach packte er seinen Höllenhammer und versetzte sich mit lauten Gebrüll in Raserei. „Einst war ich, Hephaisto einer von Euch, doch meine Seele ist geschwärzt, nie wieder werde ich Menschlichkeit erleben, niewieder von diesem Schicksal befreit und ewig an diesen Ort gebunden, macht Euch bereit für den Kampf und greift an wenn ihr bereit seit“, seine letzten Worte. Wir konnten seinen Worten entnehmen, dass er keine hirnlose Kreatur war, nicht einfach zu überlisten, ein kräftiger Koloss mit Verstand. Einen schlimmeren Feind gibt es nicht! Mit brachialem Axtgeschwinge ist dieser Feind nicht zu bezwingen, dies war mir überaus klar, leider dachten einige Begleiter nicht so, sie griffen mit Gebrüll an und wurden vom monströsen Hammer der Kreatur zermalmt. Sie gaben ihr Leben jedoch nicht umsonst, einige Meter hat er sich bewegt, doch wich er sofort zu seiner Ausgangsposition zurück. Nun verstand ich seine Worte, er würde diesen Ort niemals verlassen können, da er mit ihm verschmolzen ist. Dies hat Diablo ihm auferlegt, seine Seele steckt in der Schmiede selbst, würde er versuchen zu fliehen, würde seine Seele zurückbleiben und sein Körper als leblose Hülle zu Boden sinken. Ein Versuch ist es wert, doch wie können wir den Koloss locken? Ein Dämon besitzt keine Gefühle die ihn überwältigen können, doch ein Mensch hat mehr als genug, seine größte Schwächte liegt in Gefühlen und der Hass welcher dadurch entstehen kann. Kurz vor meiner Abreise kaufte ich ein Amulett von Wirret, er erzählte mir, es sei ein Geschenk des „Butchers“ an ihm gewesen, kurz vor seinem Tode.

Er warf es ihm entgegen, als die Dämonen ihn holten. Es war zu zierlich für einen männlichen Schmuck, zudem war er ein Mann der Tat nicht des sabbernden Adels, strebend nach Gold und Juwelen. Es war ein Familienerbstück oder ein Geschenk seiner Kinder, oder gar seiner Ehefrau. Ich fasste in meine Brusttasche und fühlte die Energie des Amuletts, ich tastete es ab, ich darf es nicht zeigen, bevor ich genau weiß was ich zu tun habe. Da ist es, das Zeichen! Auf der Rückseite glitt mein Zeigefinger über Rillen, gefühlsvoll striff ich darüber, nun weiß ich wer es gemacht hat. Die Buchstaben E V A waren graviert, es war seine Ehefrau. Mit gehobener Mine, sarkastisch im Unterton, rief ich ihm zu: „ Du feiger Hund, stehst nur da, ich drehe mich um und überlass dich deinem Schicksal! Dich muss ich nicht töten, es hat gereicht deine Frau zu schänden“. Ich zog dass Amulett hervor, warf es vor mich auf den Boden, kehrte ihm den Rücken, ungewiss was passieren würde. Schritte, ich spürte die Erschütterung auf dem Boden, schneller werdend, auf mich zukommend! Bei meiner Ehre, lass mich Recht haben, daraufhin zog ich das Schwert, dreh mich um und parierte seine monströse Attacke. Sein Wille war gebrochen, sein menschlicher Teil hat ihn besiegt, nun sind wir gleich, Mensch gegen Mensch. Sein Hammer war ihm zu schwer geworden, langsam schwingt er ihn, zu langsam, gekonnt ausgewichen mit einem Sprung, hackte ich ihn den rechten Arm ab.

Kein Schrei, kein Klagen. Er hob den Hammer mit der linken Hand und versuchte wiederum mich zu treffen, doch auch diesen Arm verlor er nach seiner Attacke. Er war besiegt! Er setzte sich, neige sein Haupt und murmelte noch einen Satz; „Endlich frei, doch wir werden sich unsere Wege schon bald kreuzen“!, dann ehrte ich meinen Feind mit einem schnellen Tod. Ich nahm den Seelenstein aus meiner Tasche und legte ihn in den Schmiedetiegel, doch wie kann ich den Stein zerschlagen. Ein Begleiter hab mir seinen Streitkolbe, mit erhobenen Händen donnerte ich auf den kleinen zierlichen Splitter herab, doch er ging nicht kaputt. Kraft ist wiederum nicht der Schlüssel. Neben der Leiche Hephaistos lag sein mächtiger Hammer, drei starke Männer würde man gebrauchen um dieses Gerät zu Heben. Ich sah mir die Waffe genauer an und versuchte sie zu heben. Etwas unerwartetes geschah, sobald ich meine Faust um den Schaft geballt hatte, schimmerte der Hammer auf, ich konnte ihn nicht mehr loslassen! Er begann langsam, aber sichtbar kleiner zu werden, er passte sich genau meines Empfindens einer guten Kriegskeule an. Ein zweiter Versuch, ohne jegliche Gewalt, gezielt setzte ich einen gekonnten Schlag, vergleichsweise fest wie beim Dengeln einer Sense. Der Stein gab nach, er zerbrach in unzählbar viele Stücke, meine Augen geblendet von Strahlen, heller als die der Sonne. Seelen schossen aus den Splittern, Rufen meines Namens und Loblieder waren zu hören. Sie säuselten lautmalerisch den kommenden Werdegang, wiesen den Weg, verschafften uns Mut. Das Ende haben sie nicht verraten, wir werden Diablo gegenüberstehen, soviel gaben sie Preis. Lasst uns weiterziehen Brüder! Ein schmaler Grad zwischen Glut und Feuer bahnt sich vor uns, kein Platz für Fehler, direkt hin zum Heiligtum Diablos.

Dampfende Seelen steigen aus der Lava hervor, ungewiss ob sie feuerspuckend auf uns losgehen würdne, ungewiss ob sie uns mit Ihrem sengenden Atmen das Fürchten lehren wollten. Jeder Schritt, jeder Atemzug, jeder Kampf fühlt sich wie der letzte seines Gleichen an, schwer, schmerzhaft, vollkommen. Als ich mein Schwert aus dem gebersteten Körper meines Feindes holte, einem schrecklichen Todesritter Diablos, ein Ritter des Abgrunds, wusste ich, es ist nicht mehr weit, konnte die nähe des Fürstens spüren, er schickte seine Elite um uns zu stoppen. Neue Kraft ströhmte in meinen von Wunden gezeichneten Körper, bei dem Gedanken daran, dass der mächtigste Dämon uns erwartet und fürchtet! Kein menschliches Auge könnte je dieses Schreckensbild festhalten, geschweige denn es je wieder zu vergessen, das Chaos Sanktarium tat seine Tore vor uns auf, größer als jede Kathedrale, dunkler als jeder Pechsumpf, gewaltiger als jede Festung unserer bekannten Welt. Vor Ehrfurcht zerschlagen konnte ich kaum eintreten, ein kräftiger Ruck von Kaschya ließ die Schwellen unter mir passieren. Tyrael erzählte von drei Siegel im Inneren der Festung, ohne die gebrochenen Siegel gibt es keinen Sieg, keine Chance unseren Feind niederzuringen. Zunächst begaben wir uns in die Haupthalle, ein gewaltiges Pentagramm war in den roten Granitboden geschlagen, ein furchterregender Anblick, doch zugleich bewunderswert für jeden Baumeister. Wir folgten der magischen Schriftrolle aus Tal Rashas Kammer und begaben uns zum Westflügel des Heiligtums, ein hart umkämpfter Weg! Ritter, Geister und Dämonenfürsten bewachten das erste Siegel, wir wussten nicht was geschehen würde, wenn wir es brechen. Funken verbrannten mein Gesicht, als ich die Steinplatte mit meinem Streitkolben zerschlug, aus dem nichts kamen Stimmen, ohrenbetäubende Laute schallten durch die Feste.

Es taten sich unzählige Geister vor uns auf, zehrten an unseren sterblichen Seelen, entrissen uns die benötigte Energie, um zu kämpfen. Der Großvisier des Chaos, so nannte man den Anführer unter den Geistern, war unser Gegner. Als meine Brüder zu Boden sanken, ohne jeglichen Funken Kraft, trotzte ich den Fängen des Geistes, meine Hände stark, meine Beine flink, mein Verstand zermürbt, doch wer braucht Verstand, wenn er es mit einem hirnlosen Geist zu tun hat? Mit wirbelndem Streitkolben stürmte ich an, schlug und verfehlte mein Ziel. Erneut führte ich einen harten Schlag gegen meinen Widersacher, doch nur Luft und Rauch schlug ich aus dem Geist. Mit physischer Gewalt konnte man diese Meute nicht besiegen, geistlicher Wille, doch wurde der Verstand der Intellektuellen gebrochen. Ich drehte mich zu meinen Gefährten, starr und kalt lagen sie am Boden, doch einer blickte mich an, ein Eisenwolf, nicht nur ein Eisenwolf, nein der Anführer hatte uns begleitet, bis dahin wusste ich nichts von unserem Glück und deren Ehre! Ich erkannte es, als er sein Schwert zog und es auf dem rauen Asphalt mir entgegen schob. Als ich es aufhob, spürte ich Trauer, ein dumpfes Gefühl im Magen überkam mich, vergleichbar mit einem Schlangenbiss, der sich ausbreitet. Geschichten erzählten von dem Artefakt, ein mächtiger Gegenstand, unbezahlbar, voller Macht. Kein Mensch kann ihn sich zu nutze machen, außer der Träger vermacht ihm einem anderen.

Ich betrachtete den Schaft und erkannte eine Gravur „In Ehre an die Lebenden, in Trauer an die Toten, mein Schicksal bringt Euch Ruhe“. Ich erhob das Artefakt, richtete es gegen ihren Anführer und stürmte erneut los. Mit Eifer schlug ich auf ihn ein, durchtrennte seine leblose Hülle und bannte ihn und seine Diener ins ewige Nichts. Mit dieser Waffe schlug ich ihn, mit Ruhm betrachtete ich sie, mit Stolz erhob ich sie, Trauer ist ein glorreiches Gefühl, doch nicht umsonst trug sie diesen Namen. Der Schaft hatte eine Kehrseite, kurz aufgeleuchtet entdeckte ich sie und las „Kraft und Ehre dem Tragenden, Tod und Erlösung dem Erbenden“. Wieder, ein Gefühl der Trauer, ich wollte nicht den Rücken wenden. Kniend betrauerte ich meinen verlorenen Waffenbruder, Kaschya legte ihre kräftige Hand auf meine Schulter. Wir müssen weiter ziehen! Trauer, endlose Trauer herrschte vor, auch als ich das zweite Siegel brach, doch im Kampfe spürte ich nur endlose Kraft, auch die Geiseln der letzten zwei Siegel hatten keineswegs einen Schimmer von Hoffnung im Kampf, gnadenlos wurden sie mit Trauer erlöst. Ich kniete mich nieder, als ich Fürst De Seis bannte, seine Schreckensritter in den Abgrund jagte, in voller Anmut, vor dem, was nun bevorsteht. Ich atmete ruhig, schöpfte Kraft, spürte das Beben unter mir. Dunkle Gedanken füllten den Raum, schwarze Magie dringt in meinen Körper, schreckliche Bilder sah ich mit geschlossenen Augen.

Er ist nahe, er erwacht. Abgestützt auf meiner Klinge erhob ich mich, in voller Anmut an meine gefallenen Brüder, geballte Rache in meiner Faust, bestärkende Konzentration umhüllte mich. Es ist soweit, Diablo erhebte sich in Mitten des Pentagramms. Er barrte sich vor mir auf, wie ein wildes Tier, doch kein Tier vermag so brutal zu sein. Sein Körper flammte, sein Atem brannte, seine Faust loderte, der Fürst des Schreckens schührte seine Macht mit Hass. Jede Sekunde verstrich wie ein Lebensalter auf Erden, Konzentration verschaffte einen Vorteil, ich sammelte mich und hörte beim tiefen Einatmen eine alte bekannte Stimme. Bei geschlossenen Augen sah ich den „Butcher“ besiegt am Boden, nicht lange ist es her, doch wusste ich seine Worte nicht mehr. Nach seiner Niederlage gab er mir sein Amulett, das Amulett seiner Frau, das Amulett des Schmiedemeisters. Es vermag nicht zu verbrennen, es wurde im Herz des Berges geschmiedet und keine Flamme der Welt könnte es schmelzen, keine menschliche Kraft zerschmettern, doch galt dies auch für einen Dämonenfürsten? Ich legte das Amulett an, sein schimmernder Rubin zierte meine Brust, doch Kraft spürte ich nicht. Dennoch regte sich ein warmes Gefühl in meinem Busen, in meiner Hand schimmerte die Rückseite und die Letter E V A begannen zu glühen. Nicht der Rubin ist das Herz, sondern das Vermächtnis des Schmieds an seine Frau, das kostbarste Schmuckstück, veredelt durch die Liebe zweier freier Menschen, dies ist der Schlüssel, Hass gegen die freie Liebe der Menschen. Der letzte Gedanke verstrich, mein Schild brannte, Diablo griff mit feurigem Atem an. Ich konnte mein Schild nicht halten, der glühende Griff Riss eine tiefe Brandwunde in meine Hand, verschmorte mein Fleisch bis auf den Knochen.

Kein Schild der Welt kann es mit den Flammen des Fürsten aufnehmen, doch reicht nur ein kleines Stück eines Schildes für das Flammenmeer, das Amulett in der Hand, Trauer in meiner Faust rannte ich an, doch Knochen, spitze Knochen sperrten mich ein, bevor ich mein Ziel erreichen konnte. Meine Gefährten flüchteten, da eine Flammenwelle nach ihnen trachtete. Sei es mein Schicksal zu sterben, alleine würde ich hier nicht stehen, solange Diablo besiegt wird, gebe ich alles, am liebsten mein Leben und das Leben danach. Diablo tat sich vor mir auf, holte tief Atem, streckte seinen Kopf über mein Gefängnis und befreite die lodernde Flamme seiner Brust. Kniend betete ich zu Gott, ich ehrte meine Frau, entschuldigte meinen Anführer, reinigte meine Seele, als Geschenk gab ich das Amulett. Abgestützt auf Trauer, mit erhobener Hand durch die Gitterstäbe zeigte ich Gott mein Amulett, ich blickte auf und sah es kurz vor der Feuerwelle, es schimmerte rot und stärker als jeder Abendstern bei einer Mondfinsternis, ich hoffe Gott hat es erhört! Ich war bereit, Diablo töte mich! Es wurde warm in meinem Herzen, es wurde heiß in meinen Gedanken, es glühten meine Augen, doch brennen konnte ich nicht, da ein kühler Hauch direkt in mein Gesicht bläst. Der Rubin des Amuletts, die Kehrseite der Medaille hüllte sich in ein tiefes Blau, der Rubin wandelte seine Gestalt, er zeigte seine Natur in Form eines Saphirs. Schwärze dränge sich in meine Augen, obwohl ich bei Verstand bin war mein Körper reglos, als die Flamme erlosch. Kaschya rannte aus ihrem Versteck und rannte zu meinem verkohlten Körper, trauerte um mich, doch wieso lebte ich noch? Ist es mein Geist der noch in mir wohnt, gezwungen zu bleiben, verflucht an diesem Ort? Tränen tropften auf meine Aschenhaut, ein Gefühl von Wohlbefinden ströhmte in mich, jeder Tropfen gab Wonne. Die Pranke Diablos packte uns, ihr war es egal, an der Seite ihrer Liebe zu sterben. Ihr Finger berührt meine Lippe, streifte über meine Wange, küsste meinen Hals und legte die Hand auf mein Herz. Mein Herz pumpte, meine Augenlider öffneten sich, das Amulett glühte. In der Pranke des Fürstens zeigte sich der Wille der Menschheit bestärkt durch Aufopferung, Beistand und der Liebe, keines dieser Merkmale unterliegt der Macht des Fürstens, sie waren ihm fremd. Ein Stich, gerade geführt, mit Kraft ausgeführt, mit Liebe zu ihr getroffen, meine Augen nur auf sie gerichtet, mit Gedanken an die letzte Nacht.

Der Blick wich ab, Trauer durchbohrte den gewaltigen Schädel des Tiers. Finger um Finger löste den Druck um uns, sanft gingen wir zu Boden, mit uns der Fürst des Schreckens.
Dies ist unsere Geschichte, 20 Jahre sind nun vergangen, 20 Jahre voller Frieden, 20 Jahre wurden wir, Bürger, versklavt. Seht ihr es nicht! Nicht Diablo drängt uns sein Siegel auf, nein, es sind die Landsherren, versklavt seit ihr! Der Fürst nährt sich in der Hölle an jeder Greueltat die uns widerfährt, der Adel, seine Diener. Sie wissen es nicht, besessen von Macht, ist ihnen alles menschliche Fremd. Ein Artefakt wurde in Harrogath sichergestellt, es prophezeit die Wiedergeburt, nach dem Ableben der Urahnen und dem Tod eines Familienoberhauptes. Diablo hat einen Bruder, Baal, er wurde in seinem Turm von einer Gruppe Reisender besiegt. Um die Prophezeiung zu erfüllen, muss mehr Hass im Lande verübt werden als Diablo es je getan hat. Diablo war ein Schreckensfürst, wir haben in jedem Winkel dieses Landes einen! Meine Freunde, ich kann nicht mehr kämpfen, wir ihr seht, bin ich nicht im Stande dazu, meine Beine nahm Diablo hinab in die Hölle, ich spühre immer noch wie er an ihnen zehrt. Doch besitze ich die Waffe, die ihn niederstreckte, doch kann dieses Amulett keine menschlichen Bestien läutern. Ihr müsst Euch einigen, Ruft zu den Waffen, tötet den Adel, tötet die Verräter, auch wenn darauf hin Diablo aufsteigen wird, wir sind gewappnet, doch unter der Geisel der Verräter sind wir schwach und können gegen den Fürsten nichts ausrichten.

Seit euch alle gewiss, der Schrecken wird heraufziehen, wenn nicht gleich üŸber euch, fallen die Bastionen in Sanktuario Zahn um Zahn, wenn wir uns nicht vereinen. StäŠrke, Einigkeit, Treue schwšören die Freien MŠänner unter dem Banner von "The Butchers Revenge".

Wir dienen aus freien StŸücken, zum Erhalt unseres Standes und kein Kaiser, Kšönig, Vogt oder FüŸrst darf uns sein Siegel aufzwingen, ohne uns wŠären diese Heuchler nur ein gefundenes Fressen füŸr Diablo, der FüŸrst des Schreckens, lasst sie uns vorher verspeisen, ihre Kraft brauchen wir im Kampf!


Ende

gez. Waffenträger Erendil

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